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Menü 2014

„Der Mensch ist, was er isst“ – unter diesem Motto tritt Bärbel Karzels Team für Gilching zum STAdtradeln an. Dass sie diesen Satz meisterhaft umzusetzen weiß, zeigt sie auch heuer wieder mit dem von ihr zusammengestellten Rezepten für das 2014er STAdtradel-Menü:

Dem Gemüsecouscous zum Auftakt verleihen Erdnussbutter, Sojasoße und Ingwer eine exotische Note, die folgende Aubergine aus dem Ofen stellt einen Ausflug in die mediterrane Küche dar, und den Abschluss bildet eine fein-säuerliche Zitronentarte mit einem Boden aus Ingwerkeksen und kandiertem Ingwer – ein Gedicht!

Bärbel empfiehlt, die Tarte schon am Vortag zu backen. Ich hab’s ihr geglaubt und sie hat tatsächlich am zweiten Tag toll geschmeckt. Aber: Bei dem Duft, der von ihr ausging, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie den ersten Tag auch unversehrt übersteht. Beim nächsten Mal gibt es sie frisch, kommt vor der Aubergine in den Ofen (bei ca. 200°C) und schmeckt dann bestimmt auch lauwarm. Ich nahm übrigens keine Springform sondern nur eine gefettete Tarteform ohne Backpapier. Das ging auch.

Es gibt wahrscheinlich tausend Rezepte für Couscous-Salat oder Taboulè, aber Bärbels Kreation ist schon ganz besonders lecker. Anstelle des gekochten Blaukrauts habe ich das Blaukraut (für unsere Neubürger und die Radler in unserer Partnerregion Hannover: Rotkohl) roh ganz fein gehobelt und dann kurz mit ein bisschen Salz geknetet. So bekommt der Salat eine knackige Note. Es gibt ihn bald wieder, schließlich ist noch ein halber Krautkopf übrig. Ich probier’s dann mal mit Mandelmuß und gerösteten Cashewnüssen – für alle Erdnuss-Allergiker. Der Salat hat übrigens auch nach zwei Tagen noch gut geschmeckt.

Beim Salat muss man einfach nur aufpassen, dass man nicht zu viel isst, denn wohin dann mit der Aubergine? Und von der konnten wir einfach nichts stehen lassen! Das Gericht für einen lauen Sommerabend mit Italien-Feeling. Die Zitronenscheiben sind übrigens nicht nur Deko, sondern werden über der Aubergine ausgedrückt – lasst euch überraschen!

Und warum gibt es auch heuer wieder ein STAdtradelmenü?

  • Wer beginnt, sich mehr zu bewegen, lernt auch ganz schnell darauf zu achten, was er isst, denn auf dem Radl zeigt sich tatsächlich: Du bist, was du isst!
  • Wer das Fahrrad anstelle des Autos nimmt, um das Klima zu schützen, weiß auch, dass vegetarisch essen viel weniger CO2-Ausstoß verursacht, als ständig Fleisch zu konsumieren.
  • Wer beim Radeln erlebt, dass es wahrer Luxus ist, sich vielleicht ein bisschen langsamer und ein bisschen weniger weit weg zu bewegen, als im Auto, der ahnt auch, dass es auch wahrer Luxus ist, sich selbst an den Herd zu stellen und aus selbst ausgesuchten Zutaten für sich, seine Familie und Freunde etwas Leckeres und Gesundes zu kochen, anstatt das Fertigprodukt aus dem Supermarkt in die Mikrowelle zu stecken.

Gerhard Sailer

Gemüse-Couscous

Couscous in eine Schüssel geben und mit ca. 2 El Salz, 1 kleines Glas Tomatenmark, 1 Schuss Olivenöl und ca. 1 l Wasser vermischen. Der Couscous sollte nach Aufnahme der Flüssigkeit körnig bleiben.

Paprika klein schneiden, Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden, gelbe Rüben grob reiben, Zwiebel fein würfeln, Ingwer fein reiben.

Erdnussbutter, Ingwer, Sojasauce, Honig und etwas Wasser glatt rühren. Dann die beiden Öle untermischen. Schließlich alles vermischen.

Zutaten für 8 Portionen
500 g Vorgekochter Couscous
70 g Geröstete Erdnüsse, ungesalzen
2 Paprika, rot
300 g Blaukraut gekocht
1 Bund Lauchzwiebeln
3 Gelbe Rüben
1 Rote Zwiebel
30 g Ingwer
100 g Erdnussbutter
6 El Sojasauce
2 El Akazeinhonig
3 El Sesamöl
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Tomatenmark

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Aubergine aus dem Ofen

Auberginen längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit 3 El Olivenöl bestreichen und würzen.

Tomaten aushöhlen und sehr fein würfeln, Petersile fein hacken, Knoblauch pressen.

Petersilie mit Knoblauch, Semmelbrösel, Parmesan und Olivenöl mischen, salzen und pfeffern.

Die Mischung auf die Auberginenscheiben geben.

Im Ofen bei 180°C ca. 20 bis 25 Minuten überbacken.

Lauwarm oder kalt mit Zitronenscheiben genießen.

Zutaten für 4 Portionen
400 g Auberginen
6 El Olivenöl
1 Bund Petersilie
150 g Tomaten
2 Knoblauchzehen
50 g Semmelbrösel
50 g Geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, Zitronenscheiben

Aubergine aus dem Ofen als pdf

Zitronentarte

Springform fetten und mit Backpapier auslegen. Ingwerkekse zerkleinern. Butter in einer Pfanne zerlassen. Kekse und Butter mischen und auf den Springformboden verteilen.

Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Ricotta, Zitronenschale und -saft, Eigelb und Zucker cremig verrühren. Eventuell pürieren, so wird die Creme schön gleichmäßig. Eiweiß unterheben, dann auf dem Boden verteilen.

Im Ofen ca. 35 bis 40 Minuten backen, bis die Ricottamasse fest geworden ist. Schmeckt am nächsten Tag am besten – also rechtzeitig ans Backen denken!

Zutaten
60 g Butter
250 g Ingwerkekse
25 g Ingwer kandiert, klein geschnitten
500 g Ricotta
2 Zitronen
80 g Zucker
3 Eier

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Menü 2013

Ziegenkäse mit Salat

Salat waschen, in mundgerechte Stücke teilen. In eine Schüssel geben.

Den Grapefruitsaft mit dem Ahornsirup und der Rosa Beere vermischen. Den Ziegenkäse kurz in der Mischung marinieren. Dann den Käse in wenig Fett kurz in die Pfanne legen, einmal wenden.

Die Marinade mit Öl, Salz, Lauchzwiebel anmachen. Nach Bedarf noch ein bisschen Sahne in die Sauce geben. Mit dem Salat mischen.

Auf dem Teller Käse anrichten - Salat daneben. Am besten schmeckt ein gemischter grüner Salat. Und vielleicht noch ganz wenig Rosa Beere darüber streuen.

(Rosa Beere / Rosa Pfeffer: sie schmeckt mild aromatisch, leicht süßlich und ist kein Pfeffer. Immer nur zerdrücken, nie mahlen.)

Zutaten für 4 Portionen
4 Chevrolléscheiben
50 g Pink Grapefruitsaft Voelkel
1 El Ahornsirup
1 Tl Rosa Beere Sonnentor zerdrückt
3 El Olivenöl
Sahne, Salz, Lauchzwiebel

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Marlenes Mangold-Lasagne

Mangold klein schneiden. Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Rote und grüne Paprika in kleine Würfel schneiden.

Mangold mit Knoblauch und Zwiebel andünsten. Dann die Paprika dazu und die Tomaten. Ca. 5 - 10 Min. dünsten.

Salbei dazu geben. In das Gemüse einen halben Becher Frischkäse und einen halben Becher Saure Sahne.

Lasagneblätter in Auflaufform schichten. Gemüse dazwischen. Am Schluss die restliche Saure Sahne + Frischkäse. Parmesan und Thymian darauf. Bei 175°C ca. ½ Stunde backen.

Zutaten für 4 Portionen
800 g Mangold
1 Rote Paprika
1 Grüne Paprika
1 Glas Stückige Tomaten
1 Becher Saure Sahne
259 g Lasagneblätter
Knoblauch, Zwiebel, Thymian, Salbei,
Parmesan, Salz, Pfeffer

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Sommertiramisu

Joghurt mit der Sauren Sahne vermischen. Mit Agavensirup nach Geschmack süßen. Gemahlene Vanille dazu.

Die Doppelkekse in einer Tüte zerdrücken. Dann auf 6 Gläser verteilen.

Abwechselnd die Grütze und die Joghurtmischung in die Gläser füllen. Mit der roten Grütze abschließen. Im Kühlschrank etwas durchziehen lassen.

Zutaten für 6 Gläser
300 g Vanilledoppelkekse
500 g Rote Grütze Söbbeke
200 g Saure Sahne
400 g Joghurt pur 3,8% Fett
Agavensirup, Vanille Rapunzel

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Hintergrund

Bärbel Karzel, Mitarbeiterin des Naturkostladens Keimling in Gilching überrascht die Kunden des Geschäfts immer wieder mit neuen und ausgefallenen Rezepten, meist vegetarisch, aber auf jeden Fall mit Bioprodukten zuzubereiten. Gerhard Sailer vom STAdtradeln-Koordinationsteam gehört schon seit Jahren zu den regelmäßigen Nutzern dieses Services und hat auf diese Weise bei seiner Familie und den Gästen, die er ab und zu bekocht, schon viele Lorbeeren eingeheimst. Als dann auch noch Bärbels Mann Herbert beim ersten Weßlinger Stadtradeln den Spitzenplatz eroberte, war ihm klar: Bärbels genial einfache Rezepte schmecken nicht nur köstlich, sondern decken offenbar auch alle Bedürfnisse eines Viel-Radlers ab. Und schon war die Idee geboren: Bärbel muss ein Menü für alle Starnberger Stadtradler kreieren! Gerade rechtzeitig vor Beginn der diesjährigen STAdtradel-Runde ist es nun so weit: Die Rezepte für das STAdtradler-Menü sind fertig.

Gerhard Sailer sagt dazu:

„Als STAdtradel-Koordinator habe ich das Menü schon getestet und es fünf Testessern vorgesetzt. Deren Urteil: „Köstlich!“ Meine Tipps zur Zubereitung: Von der Ziegenkäse-Rolle gleich im Laden wirklich dünne Scheiben schneiden und einzeln verpacken lassen oder eben daheim vorsichtig dünne Scheiben abschneiden - sonst wird es zu mächtig. Und dann den Käse wirklich nur ganz kurz in die Pfanne geben.

Die Lasagne ist supereinfach zuzubereiten. Mangold ist gerade etwas schwer zu bekommen - Hochwasserschäden! Aber Spinat oder anderes Gemüse, das gerade zur Hand ist, geht auch.

Bei der Nachspeise habe ich nur die halbe Menge Keks gebraucht und die rote Grütze kann man natürlich leicht selbst herstellen mit allem, was rot ist und gerade reif wird. Dazu ein halber Liter Johannisbeersaft und andicken mit Sago, Agar-Agar oder Gelantine.

Nachspeise und Hauptspeise lassen sich sehr gut vorher zubereiten und die Lasagne bäckt von alleine, während man mit den Gästen den Salat genießt. Und wenn man fertig ist, ist auch die Küche ruckzuck aufgeräumt.

Einfach eine geniale Komposition von Bärbel - herzlichen Dank!“

Und warum braucht es ein Stadtradel-Menü?

Stadtradeln ist eine Klimaschutz-Aktion und das Klima wird nicht nur durch unser Mobilitätsverhalten, sondern auch durch unsere anderen Lebensgewohnheiten beeinflusst. Deshalb haben wir ein vegetarisches Menü aus fast lauter heimischen Zutaten, die jetzt im Sommer leicht zu bekommen sind, zusammen gestellt. Außerdem merken Radler schnell, dass sie Gewicht ab- und Muskelmasse aufbauen. Da kommt ganz von selbst der Gedanke: Wie kann ich das mit gesunder Ernährung erreichen? Unser Menü soll eine Anregung sein, seine Ess- und Kochgewohnheiten zu überdenken. So wie das Radeln vielleicht ein bisschen länger dauert, als eine Autofahrt, aber unendlich viel mehr Genuss bereitet, so dauern selbst einkaufen und kochen auch ein bisschen länger als der Griff zum Fertigprodukt, aber auch hier wiegt der Genuss diesen Zeitverlust bei weitem wieder auf!

menue.txt · Zuletzt geändert: 2014-07-07 00:37 von Gerhard Hippmann