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Radltipps

Hier gibt es Tipps für Radler, die vom Sonntags- zum Alltagsfahrer aufsteigen möchten.

Radeln bei Dunkelheit

Zu Recht erinnert sich manch einer mit Grauen an Radfahrten bei Dunkelheit: Der Dynamo sorgt für nervtötend großen Fahrtwiderstand, macht einen Höllenlärm und stellt bei Nässe seinen Dienst ein. Vorder- und Rücklicht sind zu schwach und zu schlecht verteilt, um neben dem Kfz-Verkehr ihre Funktion erfüllen zu können. Durchgebrannte Lampen sowie Wackelkontakte und Leitungsversagen ohne erkennbare Ursache sorgen immer wieder für unfreiwillige Fahrten ohne Beleuchtung.

Für diese Probleme gibt es heute überzeugende technische Lösungen: Ein Nabendynamo arbeitet ohne merklichen Fahrtwiderstand und liefert bei jeder Witterung reichlich Strom für die Beleuchtung. Halogen- und LED-Scheinwerfer sorgen für ausreichend helles, gut verteiltes Licht. Eine zweiadrige Verkabelung mit großem Leiterquerschnitt und durchdachter Kabelführung vermeidet Ausfälle weitgehend. Moderne Fahrräder der Mittelklasse bringen diese Ausstattung mit. Probieren Sie es aus!

Radeln bei Kälte und Regen

Hier gilt vor allem der alte Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleindung“. Dazu zählt zum Beispiel der Poncho, der bei Wind wie ein Segel am Radler zerrt. Oder die Discouter-Regenjacke, die zwar keinen Tropfen Wasser durchlässt, unter der man als Radler aber dermaßen ins Schwitzen kommt, dass man trotzdem waschnass ankommt.

Wer täglich fährt, hat stets atmungsaktive Funktionskleidung dabei. Das Angebot hochwertiger Fahrradbekleidung ist schier unüberschaubar. Sehr praktisch sind eng anliegende Regenjacken und Überhosen sowie Überschuhe, weil sie sich schnell über- und wieder ausziehen lassen. Bei Temperaturen unter 10°C braucht man dünne, unter 0°C gefütterte, winddichte Handschuhe. Für den Kopf gibt es eng anliegende Mützen aus Fleece oder Neopren, die sich bequem unter dem Helm tragen lassen - bei starkem Frost auch als Haube mit Augenöffnung.

Gute Fahrradrucksäcke haben integrierte Regenüberzüge, hochwertige Fahrradtaschen halten auch bei Platzregen dicht. Am Fahrrad wirken breite, weit nach unten reichende Schutzbleche Wunder. Nach längerem Einsatz im Regen müssen offen laufende Ketten geschmiert werden.

Wer gut gerüstet ist, hat auch bei Kälte und Regen Spaß am Radeln!

Radeln im Winter

Fahrrad als Transportmittel

Elektrofahrräder für Alltagsradler

Radeln macht Spaß, ist gesund und umweltfreundlich − die Straßen im Landkreis sind an schönen Ausflugstagen voller Sport- und Freizeitradler. Gruppen, Familien, Touristen oder einzelne Erholungssuchende und durchtrainierte Sportler sind unterwegs mit technisch perfekten Moutainbikes, trendigen Rennrädern, den guten alten Fahrrädern und zunehmend tauchen auch die häufig als e-bikes bezeichneten „Fahrräder für Genießer“ auf.

Und im Alltag? Auf dem Weg in die Arbeit, zur S-Bahn, zur Schule oder zum Einkaufen springt Mann/Frau dann doch lieber für ein paar Kilometer ins Auto oder bestellt per Smartphone aus der S-Bahn das Elterntaxi oder den Partner zum Abholservice. Natürlich − bei schlechtem Wetter radeln nur die ganz Harten. Aber so oft regnet es in unserem schönen Landkreis auch nicht, um auf die frische Luft und den Spaß bei Alltagsfahrten zu verzichten.

Und wem das Radeln im Alltag doch zu mühsam ist: Die immer beliebteren Elektroräder, die sogenannten Pedelecs, unterstützen beim Radeln bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Berufspendler steigen damit mühelos vom Sonntagsradler zum Alltagsradler auf und können dank eingebautem Rückenwind entspannt und schweißfrei zur Arbeit oder zur S-Bahn radeln − auch in Berufskleidung und auch bergauf!

Bei den meisten Kurzstreckenfahrten kann so das Auto stehen bleiben. Das freut die Radler, ihren Geldbeutel, ihre Fitness und die Umwelt sowieso: Lärm und Emissionen durch den Verkehr in unseren Kommunen werden reduziert.

Und was sagt die Chefin oder der Chef? Wenn sie nicht schon selbst mit dem Pedelec in die Firma kommen, überzeugt sie sicher die folgende Zeitungsmeldung zur Radler-Wellness:

Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, startet entspannter in den Tag und kann danach besser abschalten. Bereits zehn Minuten Strampeln pro Weg reichen aus, um Stresshormone abzubauen, das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur zu stärken, sagt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Radler hätten daher meist weniger Probleme mit Bluthochdruck oder Rückenschmerzen. Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland fahren nach Angaben von Verkehrsforschern am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit dem Rad zur Arbeit, Tendenz steigend.
dpa, Süddeutsche Zeitung, Beruf und Karriere, 24. September 2011

tipps.txt · Zuletzt geändert: 2013-06-01 23:46 von Gerhard Hippmann